Warum unterstützt mein Mann mich nicht?

„Ich fühle mich so allein gelassen. Alles bleibt an mir hängen. Warum unterstützt mein Mann mich nicht?“

Das war Martinas Frage in einer telefonischen 1:1-Session mit mir. Und nachdem sie mir diese Frage stellte, änderte sich ihre ganze Situation.

Aber von vorne: Kurz und knapp benannte sie mir, dass sie sich zu Hause um so vieles alleine kümmern müsse. Je mehr dort das Chaos tobte – ja je mehr sie selbst am Zahnfleisch zu gehen schien – umso mehr zog sich ihr Ehemann in den Job zurück. Sie wollte einfach wissen: Warum.

Warum bekomme ich keine Hilfe? Und wie bringe ich ihn dazu, mich zu unterstützen?

Ich führte Martina in die Perspektive ihres Ehemannes. Und dort erkannten wir einen wirklich alles verändernden Aspekt.

Ihr Mann fühlte sich im Inneren wie ein Versager, der zu Hause immer alles falsch macht. Der einfach nichts richtig erledigen kann. Und der sich in seine Firma zurückzieht, um sich kraftvoll und gut zu fühlen. Denn da kann er schalten und walten, wie er das möchte.

In dieser Perspektive erkannte Martina:

Sie stellt haufenweise Erwartungen an ihren Mann, ohne es zu bemerken.

Ihr Unterbewusstsein ist tückisch: Es gleicht jeden Handgriff ihres Mannes mit einem inneren Ideal ab. Und wenn es nicht übereinstimmt, sprich, ihr Mann nicht genau Martinas Erwartungen erfüllt, rieselt Kritik auf ihn ein. „Doch nicht diesen Lappen für das. Den Geschirrspüler räumt man erst unten aus. Du musst das so…“

Es wurde klar:

Sie provozierte seine Resignation und seinen Rückzug durch ihre hohe Erwartungshaltung und Herum-Mäkelei. Natürlich unwissend.

Und Martina verstand: Ihr Mann ist nicht da, um die Dinge so zu machen, wie sie es will.

Sie hatte nun die Wahl: Dem Ehemann die Freiheit zu geben, die Dinge auf seine Art und Weise zu erledigen. Oder weiterhin alles alleine zu machen.

Plötzlich war es Martina selbst, die über ihre hilflose Situation entscheiden und sie umgestalten konnte.

Sie entschied sich für ein unterstützendes Miteinander. Durch unsere Session fiel ihr nun auf, wann sie in einer hohen Erwartungshaltung steckte. Das wiederum ermöglichte ihr, einzelne Anforderungen fallen zu lassen und in einen gelasseneren Umgang mit ihrem Mann zu finden.

Sechs Wochen nach unserer Session berichtete sie mir, dass ihr Mann neuerdings morgens zwei Stunden später zur Arbeit geht und sich mit großer Tatkraft liebevoll in das Familienleben einbringt.

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Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel berichtet von der Lösung eines individuellen Konfliktes und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, wenn Unterstützung in der Partnerschaft fehlt.

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